Mylambadi ist ein ruhiger und entspannter Ort. Ganz im Gegensatz zu den dynamischen Menschen, die den Ort lebendig machen.
Die meisten Menschen hier besitzen ein Grundstück, deswegen sind sie fleißig. Das Dorf steht schon um 5 Uhr auf.

Ein Ort, wo alle kennen alle. An jeder Ecke, ein freundliches Gesicht.

Die Menschen hier, wie in vielen anderen Orten in Kerala, sind neutral wenn es um Religion geht aber sensibel wenn es um Politik geht. Viele sind unersättliche Leser. In meinem Dorf beginnt ein Tag normalerweise mit heißem Chai (indischem Tee) im Chai-Laden, wo man mindestens vier verschiedene Zeitungen liest und analysiert.

Der alte Mann mit dem großen Schnurrbart und dem traditionellen Lungi könnte Ihnen einfach alles von dem nordkoreanischen Atomabkommen erzählen.

Seien Sie nicht überrascht, dass ein Freund von ihm alle religiöse Texte der ganzen Welt gelesen hat, auch „The Tibetan Book of the Dead“. Wenn Sie den richtigen Ton treffen, kommen die Geschichten einfach von innen heraus.

Enge, gewundene Straßen mit Kaffeeplantagen auf beiden Seiten, zwei bezaubernde Schulen (eine wurde nach meinem Großvater benannt), ein Postamt mit einem knallroten Briefkasten, der sicherlich eine Rolle in einigen Liebesgeschichten gespielt hätte, ein kleines „Ration-Shop“ aus altem Holz, ein „Chai-Shop“ mit wackeligen Holzbänken, ein kleiner Fluss und charmante Häuser – das ist Mylambadi.

Den Rest überlasse ich Ihrer Fantasie.